Welche Hardware braucht ein erfolgreicher Onliner?

Die Zeiten in denen man mit Zettel und Stift oder einer Schreibmaschine arbeiten konnte, sind schon lange vorbei. Wenn es auch noch immer einige Branchen gibt, in denen das durchaus möglich ist, so kann jemand, der Online sein Geld verdient, auf gewisse Hilfsmittel nicht mehr verzichten. Dabei gibt es grundlegende Hardware ohne die man absolut nicht arbeiten kann. Dazu kommt dann noch die Hardware, auf die man zwar anfangs verzichten kann, die aber in der fortgeschrittenen Selbständigkeit gute Dienste leisten kann. Was man haben muss und was zusätzlich möglich ist, versucht dieser Artikel zu ermitteln.

Das Pflichtprogramm

Diese technischen Gerätschaften muss man einfach haben. Die meisten werden sicher denken, wie sollte man auch ohne arbeiten können? In der heutigen Zeit sind das alles normale Gebrauchsgegenstände, auf die man gar nicht mehr verzichten kann. Dabei ist es noch gar nicht so lange her, das diese Dinge reiner Luxus waren und der normale Tagesablauf ohne die meisten Gegenstände aus kam.

  • Telefon
  • Über dieses Pflichtgerät braucht man vermutlich gar nicht diskutieren. Kaum jemand schafft einen ganzen Tag, ohne nicht wenigstens einmal das Telefon zur Hand zu nehmen.

  • Handy/Smartphone
  • Auch das Handy gehört mittlerweile zum Pflichtprogramm. Die Nutzung ist dabei aber noch sehr unterschiedlich. Während der eine einfach nur unterwegs erreichbar sein muss, erledigen andere bereits wesentlich mehr Aufgaben mit ihrem Smartphone. Ich persönlich sende und empfange Emails mit meinem iPhone und habe auch Apps zur Terminplanung und Aufgabenverwaltung installiert. Mit einem Cheftimer laufe ich schon seit Jahren nicht mehr herum. Der Blick in das Internet gehört für mich ebenfalls zum normalen Tagesablauf. Und einige Projekte lassen sich unterwegs komplett mit dem iPhone steuern. Auch meine Bankgeschäfte wickle ich, bis auf Lastschriften, über iPhone oder iPad ab.

  • Computer
  • Ebenfalls ein absolutes Must-Have. Auch wenn ich mittlerweile einige Dinge auf dem iPhone oder iPad erledigen kann, so ist mein MacBook unverzichtbar geworden. Umfangreiche Texte oder Bildbearbeitung sind nur auf einem Computer wirklich wirtschaftlich zu erledigen. Dabei spielt es keine große Rolle, ob man einen Desktop oder ein Notebook benutzt. Ich ziehe mittlerweile Notebooks vor, da ich zum einen kein Zocker bin und überhaupt keine Spiele auf meinen Rechnern spiele und zum anderen der Stromverbrauch deutlich geringer ist.

  • Backup-Hardware
  • Die gesamte Arbeit eines Affiliates, Bloggers usw. besteht aus Daten. Diese Daten müssen gegen Verlust gesichert werden. Dazu geibt es mehrere Möglichkeiten. Wer einen NAS-fähigen Router besitzt, der kann eine externe Platte über USB anschließen und von allen Geräten im Netzwerk erreichen. Allerdings ist das nicht unbedingt die schnellste Möglichkeit. Bei größeren Datenmengen kann das Backup durchaus auch mal Stunden dauern. Daher empfiehlt sich diese Variante nur, wenn man sein Backup außerhalb der Arbeitszeit oder Nachts ausführen kann. Eine andere Möglichkeit, die in den meisten Webservern eingesetzt wird, ist eine Plattenspiegelung über Raid-Systeme. Hier sind die Daten immer auf mindestens 2 Platten gleichzeitig enthalten. Allerdings sollte man hier trotzdem nicht auf ein externes Backup verzichten. Durch einen Spannungsschaden oder einen simplen Diebstahl sind beide Platten gleichzeitig futsch.

  • Multifunktions-Drucker
  • Diese Geräte bestehen zumeist aus Drucker, Scanner, Kopierer und die besseren Geräte auch noch aus einem Fax. Für einen normalen Betrieb reicht dieses Gerät vollkommen aus und gehört ebenfalls zum Pflichtprogramm. Es gibt immer mal irgendwas zu kopieren oder zu scannen. Auch ein Fax kann ganz sinnvoll sein, wobei das nicht unbedingt mehr zu den erforderlichen Geräten gehört. Ich verschicke vielleicht noch 10 Faxe im Jahr, da Email komfortabler ist und gescannte Dokumente auch problemlos als PDF in Farbe übermittelt.

  • Webspace
  • Diesen Teil zähle ich jetzt einfach mal zur Hardware hinzu, da es letztlich ja auch ein Stück Hardware ist, von dem man sich einen kleinen Teil gemietet hat. Wer online sein Geld verdient, der muss natürlich auch seine Projekte irgendwo lagern und der Welt zugänglich machen. Das verlangt in den meisten Fällen noch keinen eigenen Server, aber mindestens einen virtuellen Webserver, also Webspace.

Bis hier werden die meisten sicher sagen, das alles nichts besonderes ist und damit haben sie auch Recht. Diese Gerätschaften sind in den letzten Jahren so selbstverständlich geworden, das ein Selbständiger keinen Gedanken mehr daran verschwendet.

Das Zusatz-Programm

Zu den oben genannten Geräten kann man natürlich noch weitere Gerätschaften nutzen, die das Arbeiten erleichtern oder auch einfach nur angenehmer machen.

  • iPad / Tablet PC
  • Dieses Hilfsmittel wurde von Apple mit seinem iPad erst so richtig salonfähig gemacht. Anfangs sah man es als etwas, das man haben muss, aber überhaupt nicht braucht. Mittlerweile sieht es aber schon etwas anders aus. Dank einiger sehr guter Apps lässt sich mit dem iPad fast wie auf einem Notebook arbeiten. Folgende App setze ich zur Arbeit ein:

    • Pages
    • Mit dieser App habe ich schon die eine oder andere Werbung gestaltet. Auch als Textverarbeitung ist sie nicht zu verachten. Auf dem Mac begonnene Arbeiten können problemlos auf dem iPad fortgeführt werden. Umgekehrt natürlich ebenso.

    • Numbers
    • Tabellenkalkulation im Stil von Excel. Natürlich nicht ganz so umfangreich aber ich habe für mich einige Kalkulationen angelegt, mit denen ich sogar ein PDF Angebot per Mail an Kunden senden kann.

    • Gusto
    • Hinter diesem unscheinbaren Namen verbirgt sich eine kleine Entwicklungsumgebung für WebCoder. Ganze Projekte lassen sich hiermit verwalten. Ich habe schon so manche Routine nebenbei auf dem iPad entwickelt ohne einen Desktoprechner zu benutzen.

    • WordPress
    • Natürlich kann man auch einfach die Administration im Browser des iPad aufrufen und dort komfortabel schreiben. Aber es gibt einen ganz wichtigen Punkt, der diese App für mich unverzichtbar macht. Es lassen sich über das Web keine Bilder mit dem iPad hochladen und in die Artikel einbinden. Das geht nur über die App.

    • Analytics Pro / Analytics für iPad
    • Ein unverzichtbares Tool für mich das ich unzählige Male täglich benutze. Ich habe mit dieser App die kompletten Daten von Google Analytics parat und kann meine Projekte auf der Couch optimieren.

    • iThoughts / iThoughts HD
    • Ich habe bislang noch kein bessere Mind Mapping Tool gefunden. Der Leistungsumfang ist enorm. Ich nutze es um Projekte zu entwerfen. Erstmal mach ich Brainstorming und schreibe alles wahllos in die App und dann fange ich an zu sortieren und zu planen.

    • GoodReader / GoodReader iPad
    • Genialer Dateimanager der nahezu jedes Dokument auf dem iPad öffnet und anzeigt. Mit dieser App habe ich über WLAN Zugriff auf die Datenplatte an meinem Router, FTP Server, WebDAV und vieles mehr.

    • iSSH
    • Perfekt um den eigenen Webserver zu verwalten. Mir ist noch kein besseres SSH und VNC Tool im App Store begegnet. Es gibt kaum einen Unterschied zu einem SSH Client auf einem Desktop oder Notebook.

    • iOutBank Pro / iOutBank HD
    • Meine Bankgeschäfte habe ich schon vor längerer Zeit auf das iPad verlagert, abgesehen von Lastschriften die ich weiterhin per HBCI mache. Der Komfort dieser App ist so groß, das sie die meisten Desktop-Anwendungen in den Schatten stellt.

    • Mirage
    • Mit dieser Bildbearbeitung kann ich auf dem iPad Bilder bearbeiten, beschneiden, in der Größe ändern und anschließend über die WordPress App in meinen Artikeln verwenden.

    • Informant / Informant HD
    • Meine Termin- und Aufgabenplanung läuft komplett über iPhone und iPad. Man kann zwar auch mit Outlook synchronisieren, ich habe mich aber für Google Kalender und Toodledoo entschieden. Diese Kombination ist einfach perfekt.

    • Reeder / Reeder HD
    • Alle Feeds lese ich mit diesem brillanten Reader und informiere mich so über Themen, die mich interessieren und die für meine Arbeit relevant sind.

  • Eigener Webserver
  • Wer sich richtig in die Onlinearbeit kniet und mehrere verschiedene Projekte und Eigenentwicklungen betreibt, der fährt sicher besser, wenn er einen eigenen Webserver mietet. Das kann entweder ein sogenannter dedizierter Webserver sein, der aus gemieteter Hardware besteht, um deren Software man sich selber zu kümmern hat. Die Hardware wird natürlich von den Technikern vor Ort getauscht, wenn etwas sein sollte. Zum anderen kann man sich aber auch einen managed Server mieten. Das ist auch eine gemietete Hardware, aber die Techniker kümmern sich auch um Installation und Wartung des Betriebssystems. Benötigt man noch spezielle oder zusätzliche Software, dann muss man die Installation extra zahlen.

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