Die besten YouTube Plugins für WordPress

Es macht nicht nur aus finanzieller Sicht Sinn, neben dem YouTube Kanal auch einen Blog zu betreiben. Beide können sich gegenseitig Besucher verschaffen und gerade Daten werden auch gerne mal nachgelesen. In diesem Artikel zeige ich die besten Plugins für WordPress, über die der YouTube Kanal mit dem WordPress Blog verbunden werden kann und eine manuelle Einbindung der Videos nicht mehr erforderlich macht.

Warum sollte ich mir zusätzliche Arbeit machen und auch noch einen Blog mit Inhalt füllen, wenn ich doch schon alle Informationen in meinen Videos untergebracht habe? Ganz einfach. Weil dieser nicht unbedingt mehr Arbeit macht und weitere Besucher über die organische Suche bei Google verschaffen kann. Videos werden zudem auch nur selten verlinkt. Sind sie interessant, werden sie einfach über den entsprechenden Code eingebunden. Gute Artikel werden auch auf anderen Seiten verlinkt, sodass durch Backlinks bessere Positionen erreicht werden, die wiederum für neue Besucher im Blog sorgen, über den sie auch wieder in den YouTube Kanal kommen.

Wie ein Artikel zu einem Video entstehen kann, habe ich bereits in einem anderen Artikel beschrieben.

Kommen wir nun aber endlich zu den Plugins, mit denen sich einzelne Videos, Playlists und ganze Kanäle in die Webseite einbinden lassen. Auch der Abonnieren Button kann beliebig platziert werden, sodass die Besucher immer wieder daran erinnert werden können. Bevor das erste Plugin installiert und getestet wird, muss ein API Key erstellt werden. Dafür ist ein Google Account erforderlich.

  1. Gehe in die Google Developer Console
  2. Falls du bereits Projekte erstellt hast, wird meist im zuletzt geöffneten Projekt gestartet. Wechsle daher über das Menü zur IAM & Verwaltung. Klicke auf Alle Projekte und Projekt erstellen und gib einen Namen für das Projekt ein.
  3. Du landest jetzt automatisch in der Bibliothek aller APIs. Dort klickst du auf YouTube Data API und aktivierst die API.
  4. Jetzt verlangt Google, dass Zugangsdaten erstellt werden. Tippe also auf den entsprechenden Button und fülle die wenigen Felder aus. Im selben Fenster erhältst du auch schon den API Schlüssel, den die meisten Plugins benötigen.

YouTube Embed Plus

Das erste Plugin in meinem Test bietet das volle Programm. Es lassen sich einzelne Videos über Shortcodes in Artikel einbinden. Auf die gleiche Weise lassen sich aber auch komplette Playlists anzeigen. Zu einzelnen Kategorien können dann immer gleichzeitig die passenden Videos anzeigen lassen. Wer es komplett mag, kann auch den gesamten Kanal anzeigen lassen. Für diese Variante habe ich mich entschieden, damit der Besucher meinen Blog erst gar nicht verlassen muss.

Einrichtung

Im Grunde kann das Plugin bereits mit den Basiseinstellungen genutzt werden. Einzig ein API Schlüssel muss über Google erstellt werden. Dieser ist erforderlich, um auf die Daten zugreifen zu können. Einzelne Videos lassen sich jetzt ganz einfach in Artikel einfügen.

Um eine Playlist einzubinden, muss lediglich eine Video-URL aus dieser Liste kopiert werden. Bei einem Kanal kann es ein beliebiges eigenes Video sein. Das Auswahlfenster zur Einbindung bekommt man über einen neuen Button im WordPress-Editor.

Individuelle Einrichtung

Über zahlreiche Checkboxen lassen sich Parameter an- oder ausschalten. Allerdings handelt es sich dabei nur um grundsätzliche Einstellungen wie Autostart, Anzahl der Videos in der Galerie oder Abstand der Vorschaubilder. Um das Aussehen zu verändern, muss über CSS Hand angelegt oder die Pro Version gekauft werden. In dieser lässt sich dann auch das Styling umfassend anpassen.

Auch in der kostenlosen Version ist dieses Plugin komplett Responsive. Ab wan sich das Layout ändern soll, kann in den Einstellungen angegeben werden. Der Standard beträgt 767 Pixel. Widgets für die Sidebar werden leider nicht geboten. Hier muss der entsprechende Shortcode zum Beispiel in ein Textwidget integriert werden.

Download YouTube Embed Plus Plugin

YouTube Channel

Dieses Plugin zeigt eine Liste von Videos. Welche das sind, kann sowohl in den globalen Einstellungen des Plugins oder auch im Einbettungscode festgelegt werden. Die Anzeige erfolgt ohne weitere Formatierung. Das heißt, ein Video wird ohne Abstand an das nächste gereiht.

Einrichtung

Für dieses Plugin ist ebenfalls ein API Key erforderlich. Neben dem Key muss auch die Kanal ID (nicht die gesamte URL) eingegeben werden. Alle anderen Parameter sind optional. Im visuellen WordPress Editor steht nun ein kleiner Button zur Verfügung, über den Videos und Feeds eingebunden werden können. Das können Kanäle, Playlists oder auch Favoriten sein. Hier können alle Werte aus den globalen Einstellungen eingetragen werden. Lässt man ein Feld leer, dann übernimmt das Plugin die globale Einstellung.

Individuelle Anpassung

Mit wenigen Klicks geht bei diesem Plugin leider gar nichts. Formatierungen lassen sich ausschließlich über CSS vornehmen. Kenntnisse in diesem Bereich sind also Voraussetzung, wenn man dieses Plugin verwenden will.

Download YouTube Channel Plugin

Youtube Channel Gallery

Das Ergebnis dieses Plugins sieht sehr schön aus und kann durch CSS noch angepasst werden. In erster Linie werden hier aber Widgets geboten. Für Artikel oder Seiten gibt es nur eine minimale Unterstützung. Nach der Installation des Plugins steht man sprichwörtlich wie der Ochs vorm Berge.

Einrichtung
Es gibt keine Einstellungen für dieses Plugin. Ein zusätzlicher Button im Editor fehlt ebenfalls. Im ersten Moment könnte man denken, das Plugin wäre nicht korrekt installiert. Geht man allerdings in die Designeinstellungen für Widgets, dann sieht man schnell, dass jede Menge Parameter eingetragen werden können. Wer jedoch eine Seite erstellen möchte, über die der Kanal angezeigt wird, muss den Shortcode selber erstellen. Im Supportforum laufen Fragen diesbezüglich ins Leere. Nur wenn das Plugin als Zip Datei geladen wird, findet man eine Readme Datei, in der die Parameter des Shortcuts erklärt werden.

[Youtube_Channel_Gallery key=”xxxxxxxxxxxxxx” identify_by=”channelid” user=”xxxxxxx-channelid” showinfo=”1″ title=”1″ description=”1″ description_words_number=”100″ duration=”1″ publisheddate=”1″ title_tag=”h3″ maxitems=”0″ playertitle=1 thumb_columns_phones=”1″ thumb_columns_tablets=”2″ thumb_columns_md=”3″ thumb_columns_ld=”3″ promotion=”0″]

Dieser Shortcode muss in eine Seite oder einen Post eingetragen werden. Als Key dient auch hier wieder der API Key von Google. Beim User wird die ID des Kanals eingetragen, also die Zeichen hinter der YouTube URL, wenn man seinen eigenen Kanal aufruft.

Individuelle Anpassung

Als Widget lässt sich dieses Plugin recht einfach mit wenigen Klicks anpassen. In einem Artikel oder einer Seite ist es durch den schlecht beschriebenen Shortcode schon ein wenig schwieriger. Ohne CSS Kenntnisse wird man also nicht allzu weit kommen.

Download YouTube Channel Gallery Plugin

Fazit:
Ich hätte gerne noch mehr Plugins vorgestellt. Aber leider bieten die meisten nur die Einbettung einzelner Videos. Dafür braucht man im Grunde aber kein Plugin. Einige der getesteten Plugins hatten zwar ganz nette Features, aber die gab es nur auf dem Papier. Nach der Installation kam entweder nur eine weiße Seite oder der gesamte Blog konnte aufgrund eines Fehlers 500 gar nicht mehr aufgerufen werden. So blieben letztlich die 3 hier vorgestellten Plugins übrig. Auch wenn mir die Optik des dritten Plugins (Youtube Channel Gallery) am besten gefallen hat, ist meine endgültige Wahl auf YouTube Embed Plus gefallen. Was mir hier bezüglich der Darstellung nicht gefallen hat, lässt sich leicht per CSS beheben. Dafür habe ich dann aber auch einen Abo Button, der für mehr Abonnenten sorgen kann.

Allerdings kann auch ein separates Plugin für die Einbindung eines Abo Buttons installiert werden. Durch SM YouTube Subscribe können nicht nur die anderen YouTube Plugins aufgepeppt werden. Auch unter jedes einzelne Video, das in den Artikeln genutzt wurde, kann ein Abo Button platziert werden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.