10 Tipps für mehr Besucher auf deinem Blog

Ein Blog lebt von seinen Besuchern. Sowohl als alter Hase als auch als Neueinsteiger sucht man stets nach Möglichkeiten, mehr Besucher auf die eigene Webseite zu bekommen. Es gibt natürlich kein Patentrezept, aber in diesem Artikel zeigen wir euch 10 Möglichkeiten, die sich bei fast allen Blogs anwenden lassen.

Bei allen Tipps sollte man immer im Hinterkopf behalten, dass die Besucher nicht sofort in Massen auf den Blog stürmen. Jede Maßnahme benötigt Zeit und kann auch gelegentliche Anpassungen fordern. Auch heute glauben immer noch viele Menschen, schnell Geld im Internet machen zu können. Grundsätzlich ist das natürlich möglich, aber nicht mehr oder weniger als in anderen Branchen außerhalb des Internets. Wer bereit ist, Zeit und Fleiß in die eigenen Projekte zu investieren, kann mit den nachfolgenden Tipps mehr Besucher generieren und einen Start beschleunigen.

Klasse statt Masse
Ich betreibe selber mehrere Blogs und musste schon häufig feststellen, dass Google längere Artikel liebt. Zwar gilt das nicht grundsätzlich, aber sobald ich einen langen, ausführlichen Artikel schreibe, sehe ich diesen in der organischen Suche weit vor meinen kürzeren Artikeln. Man könnte jetzt natürlich glauben, dass dies Zufall wäre. Mittlerweile habe ich aber Artikel im 5-stelligen Bereich geschrieben und der Großteil meiner gut gerankten Artikel haben mehr als 1000 Worte.

Um einem Artikel Qualität zu verleihen ist also eine ausführliche Recherche erforderlich. Die Arbeit lohnt sich in den meisten Fällen jedoch. Anstatt in einer Woche 5 kleine Artikel zu schreiben, von denen die meisten in der Versenkung verschwinden, schreibe ich lieber einen einzigen, ausführlichen Artikel, der lange Zeit in den Top 10 von Google verweilt.

Zur Qualität gehört neben interessanten Inhalten auch eine gute Lesbarkeit. Nutze viele Zwischenüberschriften, die den Kern des folgenden Absatzes abbilden. Bevor ein Leser durch allzu blumige Worte den Back-Button klickt, muss ihn eine große, informative Überschrift davon abhalten. Hinterlege Kernaussagen, nutze Auflistungen und lockere durch Bilder und Grafiken auf.

Artikel durch Videos ergänzen
Für viele meiner Blogs nutze ich zusätzlich YouTube und erstelle immer wieder kleine Videos. Natürlich ist YouTube ein Thema für sich und wer dort erfolgreich sein will, muss noch auf diverse andere Dinge achten. Wer aber sein Hauptaugenmerk auf den Blog legt und lediglich Besucher über YouTube auf seinen Blog leiten will, braucht keine teure Technik. Heutige Smartphones liefern eine hervorragende Videoqualität und wenn man das richtige Gerät besitzt, ist auch 4K kein Problem. Der Schnitt kann über kostenlose Tools, wie z.B den Freemake Video Editor erfolgen. Durch den Freemake Video Converter spielt es auch keine Rolle, ob die Quelldatei vom iPhone, Android Smartphone oder einer Digitalkamera kommt. Ein ganz besonderes Augenmerk sollte man jedoch auf den Ton richten. Dieser ist noch wichtiger als die Bildqualität. Notfalls sollte man hier ein wenig Geld in die Hand nehmen und separates Mikrofon kaufen, das direkt an das Smartphone angeschlossen werden kann. Dabei ist wichtig, dass dieses eine TRRS 3,5 mm Klinke besitzt.
Nimm dir Zeit für die Überschrift
Dein Blog ist nicht der einzige zu deinem Thema und du musst mit vielen anderen konkurrieren. Jetzt könnte man denken, wenn jemand die Überschrift liest, dann ist er doch bereits auf dem Blog. Stimmt soweit auch, aber wir wollen ja neue Besucher generieren und die kommen vorrangig über Google. In den Suchergebnissen sieht man lediglich deine Überschrift und einen kurzen Ausschnitt des Inhalts. Diese beiden Teile sollten sehr aussagekräftig sein und auch die wichtigsten Keywords enthalten.

Wer über Google sucht, hat in der Regel ein Problem und möchte dieses lösen. Das kann eine Information oder auch eine Kaufabsicht sein. Dabei hat er ganz bestimmte Wörter im Kopf, auf die er ganz besonders achtet. Sucht er nach einem Handstaubsauger, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass er auf einen Link mit dem Text “Die 5 besten Handstaubsauger 2019” klickt.

Schau dir die Top Ergebnisse an
Es ist immer nützlich, sich die Konkurrenz anzuschauen. Gibt man die wichtigsten Suchbegriffe seines Blogs in die Suchmaschine ein, dann erscheinen an erster Stelle die Ergebnisse, die die Suchmaschine für besonders relevant hält. Das bedeutet nicht zwangsläufig, dass die Besucher es genauso sehen. Ich sehe bei meinen eigenen Recherchen auch viele Top Ergebnisse, bei denen ich mich frage, was die unter den ersten 3 Ergebnissen zu suchen haben. Da wir aber mehr Besucher wollen, spielt das für uns keine Rolle und wir schauen uns die Artikel genauer an. Als kleine Vorfilterung kann man an dieser Stelle die großen Brands außer Acht lassen, die nur aufgrund der zahlreichen Backlinks an erster Stelle stehen. Interessanter sind die kleinen Blogs mit wenig Backlinks. Die müssen im Artikel vieles richtig gemacht haben, um trotz fehlender Backlinks ganz weit oben zu erscheinen.

Wie gut ist der Informationsgehalt des Artikels? Kann ich diesen noch um weitere Informationen in meinem Artikel ergänzen? Gibt es eine gute Formatierung, Bilder, Grafiken und Auflistungen oder kann ich meinen Artikel durch solche Elemente noch hervorheben? Auf diese Weise habe ich schon den einen oder anderen Blog durch einen meiner Artikel verdrängt.

Social Media ohne zusätzlichen Aufwand
Immer wieder bekommt man zu hören, dass Social Media genutzt werden soll. Eine Facebookseite ist schnell erstellt. Wenn ich aber nicht in den sozialen Netzwerken unterwegs bin, ist das ein zusätzlicher Aufwand, den nicht jeder leisten möchte. Für WordPress gibt es hier glücklicherweise einige Plugins, die eine Facebookseite oder den Twitter Feed automatsich füttern. Ich bin selber auch nicht wirklich aktiv in diesem Bereich, nutze ihn aber trotzdem für meine Blogs. Dafür hab ich mir die Plugins AccessPress Facebook Auto Post und AccessPress Twitter Auto Post installiert und bekomme so immer wieder neue Besucher durch gelikte Artikel.
Nutze Bilder
Gerade bei langen Texten sind Bilder enorm wichtig. Sie können den Besucher bei der Stange halten, wenn er sich durch trockene Passagen im Text kämpft. Hier muss man aber vorsichtig sein, da es sonst schnell zu Abmahnungen kommen kann. Ich nutze nur noch eigene Bilder oder lizenzfreie Public Domain, die ich zusätzlich noch per Framing einbinde und dadurch nicht auf meinem Server speichere. Eine gute Quelle für solche Fotos, die auch per Framing genutzt werden können, ist pexels.com.

Eigene Bilder haben noch einen weiteren großen Vorteil. Sie erscheinen auch in der Google Bildersuche und können über Instagram geteilt werden. Auch das bringt wieder neue Besucher, die über die normale Suche nicht im Blog gelandet wären.

Bearbeite bestehende Artikel
Die Welt ändert sich rasant. Und so ändert sich auch der Informationsgehalt deiner Artikel. Gerade in technischen Bereichen sind Artikel sehr schnell veraltet. Schau dir regelmäßig alte, lange Artikel an und prüfe, ob sich an den Daten etwas geändert hat. Oft fallen einem im Nachhinein auch weitere Inhalte ein, mit denen der Artikel noch erweitert werden kann. Nicht selten rutscht ein solcher Artikel danach einige Plätze bei Google nach oben.

Sind eingebettete Bilder noch sichtbar? Gibt es tote Links? Auch das sollte überprüft werden.

Sei aktiv im Internet
Das Internet ist riesig und es gibt viele Möglichkeiten sich in irgendeiner Form zu beteiligen. Gibt es Foren zu deinem Thema, in denen du auf einen deiner Artikel hinweisen kannst? Du solltest vor deinem ersten Link allerdings schon ein paar Mal gepostet haben, da die Moderatoren ansonsten deinen Link schnell wieder löschen. Etwas weniger aufwändig sind Kommentare in verwandten Blogs. Als Backlink sind diese zwar nur äußerst selten zu gebrauchen, aber besteht der Kommentar nicht nur aus einem belanglosen Einzeiler, wird der enthaltene Link auch angeklickt.

Für einen meiner Blogs waren Kommentare unter YouTube Videos sehr hilfreich. Ich habe mehr zufällig mit dem Account meines Blogs mehrere Videos kommentiert und prompt kamen Besucher über YouTube. Der Erfolg ist sicher auch darin begründet, dass dies gar nicht meine Absicht war und ich wirklich inhaltlich sinnvoll auf andere Kommentare geantwortet habe. Dadurch wird der ursprüngliche Kommentator benachrichtigt, freut sich über eine Antwort, schaut auf meinen Kanal und landet dann auch über eine Videobeschreibung in meinem Blog.

Sei kooperativ
Im Internet lässt es sich wunderbar alleine arbeiten. Für mehr Besucher können Kooperationen allerdings sehr nützlich sein. Nimm Kontakt zu anderen Bloggern auf und frage nach Kooperationsmöglichkeiten. Sind diese auf Augenhöhe mit deinem Blog oder sogar noch etwas kleiner, werden die Betreiber nicht abgeneigt sein. Schreibst du hingegen große Blogs an, darfst du dich über eine Absage oder gar keine Reaktion nicht wundern. Gerade mit kleinen Blogs kann es lohnen sein, Links oder ganze Artikel zu tauschen. Da wir dabei nicht auf Backlinks achten und uns die dadurch generierten Besucher wichtiger sind, kann das natürlich auch Google konform geschehen. Markiert den Artikel als Gastartikel und setzt den Link ggf. auf nofollow. Dieser Tag ist nur für Google und spielt für den Besucher keine Rolle.
Menschen mögen Statistiken
Es gibt kaum ein Thema, zu dem sich keine Statistiken erstellen lassen. Überlege dir, was sich aus deinem Themenbereich für eine Statistik eignet. Wie viele Produkte wurden zu Beginn, vor X Jahre und heute produziert? Lässt sich etwas prozentual oder geografisch darstellen? Wird aus einer solchen Statistik dann auch noch eine Infografik erstellt, lässt sich diese wunderbar verlinken oder bei Kooperationen nutzen. Gibt es vielleicht sogar schon Statistiken zu deinem Thema, die sich von dir noch verbessern lassen oder die veraltet sind?

Foto: pexels.com

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