IT Haftpflichtversicherung zum Schutz vor Abmahnungen und anderen Vermögensschäden

In den alltäglichen Arbeitsabläufen passieren auch mal kleine Fehler, die schnell hohe Summen nach sich ziehen können. Wer sich hier nicht abgesichert hat, kann am Ende durchaus vor dem Bankrott stehen. Gerade im Internet gibt es zahlreiche Gefahren, zu denen hierzulande insbesondere Abmahnungen zu allen möglichen Anlässen gehören.

Was sichert die IT Haftpflichtversicherung ab?

In erster Linie denkt man hier an Sachschäden und vielleicht auch Personenschäden. Diese sind natürlich in der Haftpflichtversicherung enthalten und je nach gewähltem Paket auch in ausreichender Deckung. Oft wird aber die eigentliche Gefahr gar nicht beachtet. Bei der Online-Arbeit ist eine andere Schadenklasse viel wichtiger und auch häufiger Vertreten: Die Vermögensschäden. Von einem Vermögensschaden spricht man dann, wenn der Schaden rein finanzieller Natur ist. Hier gibt es unzählige Beispiele. Zu den Bekanntesten gehören die Abmahnungen zum Marken- und Urheberrecht.

Aber auch bei der Arbeit mit Kunden kann es zu erheblichen Schäden kommen. Man denke nur einmal an einen falschen Ratschlag zur Suchmaschinenoptimierung. Rutscht der Kunde plötzlich im Ranking ab, obwohl man doch fest von der eigenen Arbeit überzeugt war, dann kann er den SEO für den entstandenen Schaden zur Verantwortung ziehen. Je nach Größe des Kunden können hier 5- oder sogar 6-stellige Summen heraus kommen. Und das ist nur eines von unendlich vielen Szenarios.

Die richtige IT Versicherung für Abmahnungen und andere Vermögensschäden

Nicht jeder hat ein dickes Fell und geht locker an seine Arbeit heran. Bei vielen Selbständigen schwingt immer ein wenig Angst mit, wenn sie einen Artikel schreiben, eine Affiliate-Seite online stellen oder einem Kunden einen vermeintlich guten Ratschlag geben. Nicht selten hat man eine Abmahnung im Briefkasten gehabt, weil ein lizenzfrei geglaubtes Bild aus einem öffentlich Pool oder eines Stockanbieters doch nicht ganz so frei von Rechten ist. Schnell macht der Abmahnanwalt einen 4-stelligen Betrag geltend, der einem Anfänger das Genick brechen kann. Zwar will die Politik gegen solche existenzbedrohenden Abmahnungen vorgehen, aber wir wissen ja alle, das dort viel mehr geredet als getan wird. Eine Deckelung von staatlicher Seite würde ich hier mehr als begrüßen.

Meine persönlichen Anforderungen an eine IT-Haftpflicht und der Vergleich mehrerer Gesellschaften

Da sich mein Unternehmen nahezu ausschließlich mit dem Internet beschäftigt, war für mich klar, das ich auch eine Absicherung benötige. Dazu habe ich natürlich erstmal im Internet gesucht und mir mehrere Gesellschaften angesehen. Wichtig war für mich eine sogenannte All-Risk Deckung, bei der alle Tätigkeiten aus dem IT Bereich abgesichert sind und nicht gesondert aufgeführt werden müssen. Leider bieten das viele Gesellschaften nicht, sodass nur die explizit aufgeführten Tätigkeiten abgesichert sind. Und meist muss man bei einem Schaden erkennen, das eine Versicherungsgesellschaft dann auch knallhart auf die schriftlichen Vereinbaren verweisen und nur selten kulant sind. Letztlich blieben für mich nur die CLIC Police vom HDI-Gerling und die Angebote der EXALI übrig.

exali.de

Da mir EXALI bis dato unbekannt war, hat natürlich die Skepsis gesiegt und ich wandte mich als erstes an einen Vertreter der HDI-Gerling Versicherung. Hier bekam ich recht schnell ein Angebot, das eigentlich alle Gefahren abgedeckt hat, die mir so im Kopf herum schwirrten. Aber eben nur “Eigentlich”. Was den IT Bereich angeht, kann man sicher nichts falsch machen, da sämtliche Tätigkeiten aus diesem Bereich abgedeckt sind. Bei den Abmahnungen gab es aber die Einschränkung, das diese nur in den Versicherungsvertrag fallen, wenn der Rechteinhaber selber abmahnt. Das dürfte zwar bei allen Urheber- und Markenrechtsverstößen der Fall sein, aber wettbewerbsrechtliche Abmahnungenbleiben bleiben damit außen vor, das diese nicht selten von der Konkurrenz oder “freien Anwälten” angestrebt werden, die das Recht in ihre Hand nehmen möchten und dabei auch sehr auf das Wohl ihres Kontos bedacht sind.

In diesem Punkt unterscheiden sich EXALI und HDI-Gerling nicht. Während die EXALI IT Haftplficht etwas günstiger war, hatte sie nur wenige Unterschiede zum HDI-Gerling Pendant. Hier kann nur jeder für sich persönlich entscheiden, welche von beiden die bessere Lösung ist. Grundsätzlich sind beide sehr gut, haben aber Vor- und Nachteile. Während bei der EXALI Pauschalsummen für Vermögensschäden gelten, wird beim HDI unterteilt. Rechtsverletzungen haben dabei deutlich geringere Deckungssummen, als andere Vermögensschäden. Dafür ist die Mindestselbstbeteiligung beim HDI günstiger, sofern man als Schaden eine kleine Abmahnung zugrunde legt. Hier werden 10%, mindestens jedoch 250,00 EUR, Selbstbehalt fällig. Bei der EXALI sind es pauschal 500,00 EUR. Allerdings muss man dabei auch wieder berücksichtigen, das der Maximalbetrag bem HDI-Gerling 2500,00 EUR beträgt. Bei einem hohen Schaden zahlt man also deutlich mehr als bei der Exali. Da man aber nicht weiß, was einen für Schäden erwarten, ist das eher Spekulativ, eine der beiden Gesellschaften zu empfehlen.

Mediahaftpflicht im Vergleich zur IT-Haftpflichversicherung

Ich kann an dieser Stelle aber schon erwähnen, das ich mich letztlich für keine der beiden oben genannten Policen entschieden habe. Da ich zu 99% im Internet tätig bin, benötige ich die vielen Absicherungen aus dem IT Bereich nicht. Ich betreibe weder ein eigenes Rechenzentrum, noch installiere ich Anlagen bei großen Kunden.

Daher habe ich mir die Mediahaftpflicht Light* von der EXALI genauer angesehen. Sie passte eigentlich fast genau auf meine Anforderungen. Aber eben auch nur wieder fast. Während alle Tätigkeiten im Internet abgesichert waren – und dazu zählen sogar wettbewerbsrechtliche Abmahnungen aufgrund eines falschen Impressums oder ähnlichen Dingen – fehlte hier aber die reine Softwareentwicklung. Da ich ein paar Programme entwickelt habe, die ich selber vertreibe, wäre es natürlich wünschenswert, wenn diese auch abgesichert sind. Hier half aber ein kleines Telefonat mit einem Mitarbeiter der EXALI. Dieser versicherte mir, das der Vertrag der EXALI im Gegensatz zur original Hiscox-Police noch einige Zusatzvereinbarungen bezüglich überschneidender Tätigkeiten enthält. Das hat mich dann letztlich überzeugt und ich habe diesen Vertrag abgeschlossen. Sämtliche Unterlagen bekam ich sofort online und konnte dann auch schwarz auf weiß nachlesen, das angrenzende Tätigkeiten wie die Softwareentwicklung und sogar Hardwareentwicklung abgesichert sind. Damit habe ich nun die perfekte Betriebshaftpflichtversicherung für mich gefunden und kann möglichen Konflikten deutlich gelassener entgegensehen.

Zwar kann es mir auch jetzt passieren, das eine Abmahnung ins Haus flattert, aber ich weiß nun, das sich die enthaltene passive Rechtsschutzversicherung derer annimmt und gegebenenfalls eine unberechtigte Forderung für mich vor Gericht abwehrt. Das kostet mich dann keinen Cent.

Weitere Informationen und auch Preise gibt es direkt auf der Webseite von exali.de >>>*

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