Facebook Werbung mit Zielgruppenstatistiken (Audience Insights)

Werbung auf Facebook lohnt sich nicht? Vielleicht wurde einfach nur die falsche Zielgruppe angesprochen und die Klicks sind in den Weiten der Timelines verpufft. Über die Zielgruppenstatistiken oder auch Audience Insights lassen sich sehr genau die Facebook-Nutzer ermitteln, die sich wirklich für mein Produkt interessieren. Wie das genau funktioniert, zeige ich in diesem Artikel anhand eines Beispiels, dass sich beliebig an die eigenen Angebote anpassen lässt. (Mit Video)

Die Meinungen über Facebook Werbung könnten kaum extremer auseinander gehen. Allerdings sollte auch klar sein, dass die mobile Internetnutzung, insbesondere über Soziale Netzwerke, enorm zugenommen hat. Hier lassen sich nicht nur potentielle Kunden weltweit, sondern auch regional ansprechen. Der Online-Shop kann ebenso bekannt gemacht werden wie der eigene YouTube-Kanal oder das Geschäft vor Ort. Dazu bedarf es nur der richtigen Einstellungen für die Zielgruppe.

Das Beispielprodukt

Ich habe T-Shirt für Mütter gestaltet, die stolz auf ihre Kinder sind. Natürlich sollte jede Mutter stolz sein, aber manche tragen dies auch sichtbar in die Öffentlichkeit. Und genau diese Zielgruppe möchte ich mit meiner Werbung ansprechen.

Neue Zielgruppe im Facebook Werbeanzeigenmanager erstellen

Wird das Menü geöffnet, erscheint zunächst nur ein kleines Fenster mit den am häufigsten genutzen Links. Vermutlich ist hier die Zielgruppenstatistik noch nicht zu finden. Wird mit der Maus über Alle Tools gefahren, ist diese in der Rubrik Plan zu sehen.

Jetzt können wir uns an die Einstellungen machen und unsere Zielgruppe filtern. Im ersten Schritt kümmern wir uns um die Region, die ich in meinem Fall auf Deutschland gestellt habe. Bei lokalen Geschäften muss hier natürlich noch weiter eingegrenzt werden.

Beim Alter habe ich mich für 18-50 Jahre entschieden. Mütter sind natürlich auch älter, aber dann wäre vermutlich ein Shirt für Omas wesentlich interessanter. Zudem ist bei den Demografischen Angaben gut zu sehen, wie die Altersverteilung in Verbindung mit meinen Suchbegriffen aussieht.

Da Mütter in der Regel weiblich sind, habe ich die Zielgruppe noch auf Frauen beschränkt.

Die Interessen meiner Zielgruppe

Jetzt kommt der interessanteste Teil. Interessen kann ich natürlich auch auf normalem Wege bei der Erstellung einer Kampagne, Werbeanzeigengruppe und Werbeanzeige eingeben, aber dies sagt noch nichts über die Stärke des Interesses aus.

Bei Müttern sollte das Hauptinteresse natürlich etwas mit Kindern zu tun haben. Also tippe ich zunächst Kinder in das Interessenfeld. Aus den darauf folgenden Vorschlägen habe ich mich für Kindererziehung entschieden. Jetzt könnte ich noch einige weitere Begriffe aus diesem Bereich wählen und meine Werbekampagne starten. Allerdings dürfte diese wenig erfolgreich sein und nur zufällig hier und da die richtigen Personen ansprechen. Ich möchte nicht nur Mütter, die sich in irgendeiner Form für dieses Keyword interessieren, sondern auch aktiv auf entsprechenden Facebook-Seiten tummeln. Dazu wechsel ich von den Demografischen Angaben zum Reiter “Gefällt mir”-Angaben für die Seite.

Als Ergebnis erhalte ich Facebook-Seiten, die sich mit diesem Thema befassen. Die Abonnenten solcher Seiten sind natürlich von besonderem Interesse für mich, da sie sich intensiv mit dem Thema beschäftigen und dies auch in der Öffentlichkeit machen. Zudem kann ich auch davon ausgehen, dass es sich um echte Mamis handelt und nicht um Frauen, die sich einfach nur mit dem Thema Kinder beschäftigen.

Passende Facebook-Seiten filtern

Aus den aufgeführten Seiten suche ich mir nun die heraus, die nach meiner Ansicht perfekt zu meiner Zielgruppe passen. Im Falle der Mutter mit Kinde ist das wirklich nicht schwer. Manchmal kann es aber nicht ganz so offensichtlich sein und da ist es hilfreich, sich zunächst eine Tabelle über OpenOffice oder einem ähnlichen Programm anzulegen.

Als Überschriften wähle ich dort die wichtigsten Rubriken der aufgelisteten Facebook-Seiten. Anschließend trage ich den Namen der Seite in die jeweilige Spalte ein. Besonders interessant können dabei Quellen sein, die kostenpflichtig sind. Wer zum Beispiel Geld für Magazine ausgibt, ist auch eher bereit Geld für andere Produkte auszugeben. Will ich beispielsweise Angelsachen verkaufen, dann ist jemand der monatlich für ein Angelmagazin zahlt interessanter als jemand, der lediglich mal zu diesem Thema auf einer Webseite surft.

Das Endergebnis

Die Suche nach passenden Seiten kann sich durchaus über Stunden hinziehen. Mit jedem neuen Begriff gibt es auch wieder neue Seiten, die passen könnten. Ist meine Liste irgendwann voll genug, dann lösche ich meinen Hauptsuchbegriff und beginne damit, die Begriffe aus meiner Liste einzutragen. Leider nimmt Facebook nicht jede Seite an, sodass ich auf den einen oder anderen Begriff aus meiner List letztlich doch verzichten muss. Schlußendlich habe ich aber einen Personenkreis erstellt, der sich sehr genau mit meinen Vorstellungen deckt und auch aktiv in diesem Bereich ist. Das Ergebnis muss nur noch gespeichert werden und kann künftig für jede Werbekampagne genutzt werden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.