Wie sinnvoll ist ein Aktiensparplan?

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Entscheidet man sich etwa für das klassische Wertpapiergeschäft, so erwirbt man Aktien von einem bestimmten Unternehmen bzw. verkauft diese wieder. Zu beachten ist aber, dass in diesem Fall nur ganze Aktien gekauft oder verkauft werden können. Liegt der Wert der Aktie bei beispielsweise 80 Euro, so kann das Wertpapier um genau diesen Pries erworben werden. Wer also 100 Euro besitzt, der kann nur eine Aktie kaufen – die 20 Euro, die in diesem Fall übrig bleiben, spielen keine Rolle. Nur dann, wenn man 160 Euro hat, kann man zwei Aktien kaufen. 

Anders hingegen, wenn man sich für einen Aktiensparplan entscheidet. In diesem Fall gibt es die Unternehmensaktien nämlich anteilig, die in regelmäßigen Abständen erworben werden. Hier ist der selbst festgelegte Geldbetrag entscheidend, wie viele Anteile sodann gekauft werden. Das heißt, bei einer hohen Dotierung gibt es Aktien im Nullkommabereich, bei fallenden Preisen erwirbt man hingegen mehr Anteile. 

Welche Vorteile hat der sogenannte Aktiensparplan?

Die Vorteile eines Aktiensparplans liegen auf der Hand: Man kann mit geringen Beträgen in große Unternehmen investieren, kann dabei flexibel die Beträge erhöhen, ändern oder den Sparplan pausieren und profitiert vom sogenannten Cost Average-Effekt sowie vom Zinseszinseffekt. 

Befasst man sich mit den aktuellen Möglichkeiten, wie man sein Geld veranlagen kann, so sind es Aktien, die die höchsten Renditen versprechen. Denn jene Top-Unternehmen, bei denen man davon ausgehen kann, dass sie auch in den nächsten Jahren wie Jahrzehnten attraktive Gewinne abwerfen können, stehen hier – sozusagen sprichwörtlich – sehr hoch im Kurs. 

Mit einem Aktiensparplan ist es möglich, dass man am Kuchen der großen Unternehmen mitnaschen kann, ohne dafür auf die Diversifikation zu verzichten. Denn für kleinere Anleger mag eine Aktie, die bei 500 Euro, 1.000 Euro oder 2.000 Euro liegt, schon dafür sorgen, dass es gar nicht mehr möglich ist, in andere Unternehmen zu investieren. Ganz abgesehen davon, dass es ein kleiner Sparer oft finanziell gar nicht stemmen kann, sein zu veranlagendes Kapital in die Top-Konzerne Netflix, Facebook, Amazon und Apple zu stecken, weil ihm hier schlichtweg das Geld fehlt. 

Aus diesem Grund ist es ratsam, eben anteilig zu investieren. Und wer sich für den Aktiensparplan entscheidet, der profitiert des Weiteren vom sogenannten Cost Average-Effekt. Dieser verringert das Risiko, dass bei hohen Kursverlusten ein deutlich zu spürendes Minusgeschäft gemacht wird, da man in Tief- wie Hochphasen kauft. Wer 100 Euro/Monat investiert, der erwirbt einmal zu günstigen Preisen, dann wieder zu etwas höheren Preisen – und am Ende entsteht ein sogenannter Durchschnittswert. 

Besonders interessant ist auch die Kostenstruktur bei Aktiensparplänen. Denn während bei Fondssparplänen oder Einmalanlagen Verwaltungs- wie Ordergebühren verlangt werden, fallen beim Aktiensparplan nur Orderprovisionen an. Diese sind brokerabhängig, liegen aber im Durchschnitt bei 1,5 Prozent/Sparrate. 

Diversifikation bedeutet auch eine Reduzierung des Risikos

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Geht es um einen langfristigen sowie sicheren Vermögensaufbau, wobei man eine breite Diversifikation erreichen will, so ist es ratsam, sich mit dem ETF zu befassen. Denn die breite Diversifikation, die man etwa mit dem MSCI World ETF erreicht, reduziert das Risiko ungemein. Mehr Informationen bekommt man etwa bei etfsparplan.com.

Es gibt unzählige ETFs, sodass es ratsam ist, hier im Vorfeld einen Vergleich anzustellen. Wichtig ist, dass man hier nicht nur darauf achtet, in welche Werte man investiert, sondern auch einen Blick auf die Gebührenstruktur wirft. Denn die Gebühren wie Kosten nagen immer an den Gewinnen und sollten daher so gering wie nur möglich ausfallen.

Fakt ist: Vor allem sicherheitsorientierte Anleger sollten sich mit dem Aktiensparplan bzw. mit ETFs befassen, um so langfristig ein Vermögen aufbauen zu können. Denn wer sich mit den aktuellen Finanzprodukten befasst, etwa einem Sparbuch oder Tages- wie Festgeld, der wird relativ schnell bemerken, dass man hier keinen Vermögensaufbau mehr zusammenbringt. Die Nullzinspolitik, die von Seiten der EZB – der Europäischen Zentralbank – verfolgt wird, macht es de facto unmöglich, ein Vermögen aufzubauen.

Und da bei Aktiensparplänen wie ETFs das Risiko ausgesprochen gering ist, so kann diese Form der Vermögensvermehrung bzw. des Vermögensaufbaues vor allem auch den sicherheitsorientierten Anlegern empfohlen werden.

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