Geld verdienen mit YouTube – Ideen, technische Voraussetzungen und Einnahmequellen

Das sich über YouTube Geld verdienen lässt, steht außer Frage. Allerdings soll sich dieser Artikel nicht nur mit den allgemeinen Möglichkeiten beschäftigen, sondern auch detailliert beschreiben, welche Voraussetzungen auf der technischen Seite erforderlich sind und mit welchen Einnahmequellen Geld verdient werden kann.

Wer nach Geld verdienen mit YouTube sucht, wird zahlreiche Seiten finden, die allgemein über die Einnahmequelle Video berichten. Mit diesem Artikel werde ich jedoch einen kompletten Leitfaden geben, der mit den technischen Voraussetzungen beginnt und bis zu den einzelnen Einnahmequellen führt, über die dann Provisionen fließen.

Am Anfang steht die Idee

Diesen Punkt möchte ich nicht sonderlich ausführlich behandeln. Dennoch soll er nicht unerwähnt bleiben. Nachfolgend gibt es eine kleine Liste mit Anregungen, aus denen sich jeder etwas heraussuchen kann, das im eigenen Interessengebiet oder in den eigenen Möglichkeiten liegt.

  1. Comedy
    Gute Witze kommen immer an. Das trifft auch auf Videos zu, die Spaß vermitteln. Wer gerne den Clown spielt und darin auch gut ist, sollte schnell eine große Anzahl Abonnenten bekommen.
  2. Beautytipps
    Beautytipps sind ein absoluter Klassiker unter den Videos. Schaut man sich die kleinen Sternchen vor der Kamera an, dann sieht man schnell, das sie recht viele Abonnenten haben.
  3. Handwerks-/Reparatur-Tipps
    Wie lässt sich ein Handy reparieren? Wie bekomme ich meine Tür abgedichtet? Wie wechsle ich den Scheinwerfer meines Autos? Die Möglichkeiten sind in diesem Bereich unendlich. Ebenso unendlich sind die Suchanfragen zu diesen Themen. Auf Besucher braucht man in seinem Channel daher nicht sonderlich lange warten. Vorausgesetzt natürlich, das die Videos auch eine echte Hilfestellung bieten.
  4. Lets Plays
    Diese Art von Videos machen einen sehr großen Teil aus. Spielt man gerne das eine oder andere Spiel, kann anderen Usern per Video der eine oder andere Tipp vermittelt werden. Wählt man gängige Spiele, können die Aufrufe der Videos sehr hoch ausfallen. Allerdings sollte auch berücksichtigt werden, das die Konkurrenz in diesem Bereich sehr groß ist.
  5. Produkt Reviews
    So ziemlich jeder hat schon im Internet recherchiert, wenn eine neue Anschaffung ins Haus steht. Statt viel Text zu lesen schauen sich immer mehr Interessenten das Produkt in einem Video an. Zeigt dieses möglichst viele Einsatzgebiete, ist die Chance hoch, das der Betrachter anschließend auch auf einen Affiliate-Link in der Beschreibung klickt. Hat der Kanal eine gewisse Größe erreicht, kommen Hersteller auch aus eigenem Antrieb auf den Vlogger zu und bieten diverse Artikel an, die man für einen Review behalten darf.

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Technische Voraussetzungen – Equipment

Um Videos erstellen zu können, ist das eine oder andere technische Equipment erforderlich. Wie das aussehen muss, hängt im wesentlichen von der Art der Videos ab, die erstellen werden sollen. Lets Plays benötigen andere Gerätschaften als Produkt Reviews. Anhand einer kleinen Tabelle soll zunächst ersichtlich sein, welche Art Technik benötigt wird. Im Anschluss gebe ich dann direkte Tipps zu den einzelnen Punkten und empfehle die passende Hardware.

 KameraScreen-GrabberAudio-GrabberMikrofonBeleuchtungMischpultSchnittsoftware
Lets Play's
Beautytipps
Handwerks-/Reparatur-Tipps
Produkt-Reviews
Comedy

Legende:
erforderlich
empfohlen
nicht erforderlich

Die passende Kamera

Viele YouTuber setzen bei der Camera auf bekannte Modelle wie die Canon EOS 600D*. Diese nimmt Videos in Full HD auf und bietet durch das schwenkbare Display eine gute Kontrollmöglichkeit, wenn man vor der Kamera steht. Reine Videokameras gehen natürlich auch, aber eine Foto Digitalkamera ist wesentlich flexibler und findet noch reichlich weitere Einsatzgebiete. Eine solche Anschaffung ist für den Start jedoch nicht unbedingt erforderlich. Mittlerweile dürfte jeder ein halbwegs vernünftiges Smartphone in der Tasche haben. Diese sind meist auch in der Lage, mit Full HD aufzunehmen und liefern eine hervorragende Qualität. Im Gegensatz zur guten Digitalkamera ist allerdings das Umgebungslicht bei Smartphones noch weitaus wichtiger und es empfiehlt sich ein Beleuchtungsset oder tagsüber mit Tageslicht aufzunehmen. Ein weiteres Problem ist der Autofokus am Smartphone. Dieser ist meist sehr unruhig und stellt sich laufend nach. Gerade wenn man einen Vlog betreiben und selber vor der Kamera stehen möchte, kann das kontraproduktiv sein.

Video-Grabber

Hier muss zunächst zwischen Hard- und Software unterschieden werden. In erster Linie ist ein solches Aufnahmetool für Lets Player wichtig, die den Bildschirminhalt als Video festhalten müssen. Während für PC und Mac eine Software reicht, ist für Konsolen eine zusätzliche Hardware erforderlich.

  • Windows
    Für Windows gibt es reichlich kostenlose Tools, um den Inhalt eines Bildschirm in ein Video zu verwandelt. Ein recht gutes und umfangreiches Programm ist ezvid, das fertige Videos auch zu YouTube hochladen kann. Zwar nicht gratis, dafür aber sehr gut ist die Video Rekorder Software von Movavi*. Gerade wenn auch Tastatureingaben ersichtlich sein sollen.
  • Mac
    Eine kostenlose Möglichkeit bietet hier der vorinstallierte Quicktime Player.
    quicktime-screencast
    Neben dem Audioeingang lässt sich noch festlegen, ob die Maus angezeigt werden soll. Weitere Einstellungen bietet das kostenlose Tool jedoch nicht. Wer auch Tastatureingaben anzeigen lassen oder System- und externen Sound separat steuern möchte, muss auf eine andere Software ausweichen. Ich nutze hier Movavi Screen Capture*. Diese kleine Tool bietet nicht nur zusätzliche Einstellungen für Sound, Maus und Tastatur, sondern lässt mich auch den Ausschnitt des Bildschirms, der aufgenommen werden soll, frei bestimmen.
  • Konsolen (Xbox, PlayStation, Wii)

    Konsolen lassen sich nicht ohne weiteres direkt am PC oder Mac aufnehmen und benötigen zusätzliche Hardware. Für den Einstieg kann ein USB Video Grabber* ausreichend sein. Dieser wird in den Rechner gesteckt und bietet die nötigen Anschlüsse für die Konsole. Am besten bestellt man sich hier noch ein passendes Y-Kabel, damit die Konsole gleichzeitig am Rechner und am TV zu sehen ist. Durch die Übertragung zum Rechner kann es zu Verzögerungen kommen, die ein Spielen schwer bis unmöglich machen.
    Wer jedoch eine wirklich gute Qualität will, benötigt einen Rekorder wie den Elgato Game Capture HD60*. Damit lassen sich hochwertige Lets Play in Full HD mit 60 FPS erstellen.

Audio-Grabber

Wer der Meinung ist, das bei einem Video die Bildqualität das wichtigste ist, der irrt. Wenn das Bild ein wenig schlechter aussieht, schauen sich die Besucher das Video in der Regel trotzdem an. Ist der Ton jedoch schlecht, suchen sie schnell das Weite bzw. ein anderes Video. Der Sound wird zwar bei den oben erwähnten Screen Capture Tools mit aufgezeichnet, wer aber eine sehr gute Qualität möchte, wird mit einer separaten Tonspur arbeiten und diese mit dem Videomaterial synchronisieren. Eine solche lässt sich auf 3 Arten erstellen.

  1. Aufnahme am Rechner
    Sowohl für den Mac als auch auf einem PC leistet die kostenlose Software Audacity sehr gute Dienste. Neben der Aufzeichnung von Mono- oder Stereospuren bietet das kleine Programm reichlich Bearbeitungsmöglichkeiten. Die Qualität des Sounds kann durch Rauschentfernung, Kompressor, Equalizer und viele weitere Tools deutlich verbessert werden.
  2. Smartphone

    Oft besteht nicht die Möglichkeit, direkt am Rechner zu arbeiten und an einem guten Mikrofon zu sitzen. Gerade bei Produkt Reviews kann das der Fall sein, wenn man eines der beliebten Unboxing-Videos drehen möchte und dafür im Raum hin und her wandert. Der Sound wird dabei nicht nur leiser, sondern bekommt auch einen unschönen Hall. Dies umgehe ich, indem ich ein gutes Ansteckmikrofon, das Rode SmartLav+*, nutze und dieses an mein Smartphone anschließe. Nachfolgend liste ich einige Apps, mit denen sich die Tonspuren in guter Qualität aufzeichnen lassen.

    iPhone / iPad
    RØDE Rec LE* (Gratis)
    ZOOM HandyRecorder* (Gratis)
    Recordium Mini* (4,99 EUR)

    Android
    Field Recorder (4,95 EUR) Mein Favorit
    Smart Voice Recorder (Gratis)

  3. Handy-Rekorder

    Viele große YouTuber setzen separate Aufnahmegeräte ein. Dadurch sind sie deutlich flexibler und nicht an einen Arbeitsplatz gebunden. Mit dem Smartphone geht das zwar grundsätzlich auch, aber die Mikrofone solcher Rekorder sind um einiges besser. Sehr beliebt ist hier der Zoom H1 Handy Recorder* oder wenn es auch etwas mehr kosten darf der Zoom H2N Handy Recorder*. Die Aufnahmen können über die integrierten Stereomikrofone laufen oder mittels Studio- oder Ansteckmikrofon via Line Eingang. Wie auch bei dem Smartphone werden die separaten Audioaufnahmen auf den Rechner übertragen und dort dann mit der Videospur synchronisiert.

Mikrofon

Dem Mikrofon sollte man eine ganz besondere Bedeutung beimessen. Mit diesem steht und fällt die Audio-Qualität. Wer zu billig kauft, kauft hier definitiv zweimal. Ich habe einige Mikrofone getestet und bin letztlich beim RØDE NT-1A hängengeblieben. Die Audioqualität ist bereits ohne jegliche Nachbearbeitung grandios und rechtfertigt den höheren Preis in jedem Fall. Die Stimme kommt absolut klar und rauschfrei rüber. Günstigere Mikrofone haben diese Qualität entweder gar nicht oder nur mit Nachbearbeitung erreicht. Recht gut hat noch das t.bone SC 450* von Thomann abgeschnitten. Auch hier ist der Klang sehr schön und rauschfrei. Beide Mikrofone sind XLR Mikros, die eine Phantomspeisung benötigen, wobei es das SC 450 aber auch als USB Variante gibt. Diese 48 Volt bekommen sie entweder über eine Universal-Phantomspeisung* oder ein Mischpult. Für den Start eignet sich auch das t.bone SC 440 USB Podcast Bundle*. Bei der USB Variante sollte man sich aber nicht über ein leichtes Hintergrundrauschen wundern. Dieses ist jedoch so gering, das es sich problemlos über Audacity oder andere Tools herausfiltern lässt.

Zur Platzierung des Mikrofons habe das eine oder andere Stativ getestet. Manche sind unter dem Gewicht des NT-1A regelrecht zusammengebrochen. Wirklich empfehlenswert sind nur wenige Gelenkarmstative. Gut, aber leider auch recht teuer, ist das Røde PSA1 Gelenkarmstativ*. Nach längerer Recherche und diversen Fehlkäufen habe ich noch ein weiteres Gelenkarmstativ gefunden, das deutlich günstiger und ebenfalls sehr stabil gebaut ist. Der JustIn EKS-015 Mikrofon Schwenkarm* lässt das schwere NT-1A wie eine Feder über den Schreibtisch schweben. Durch das eingezogene XLR Kabel schwirrt dieses auch nicht mehr im Weg herum.

Beleuchtung

Während bei Lets Play’s die Beleuchtung komplett vernachlässigt werden kann, ist sie besonders bei Produkt Reviews enorm wichtig. Hier sollte der Testartikel sehr gut ausgeleuchtet und jedes Detail gut zu erkennen sein. Spezielles Equipment ist zwar nicht unbedingt erforderlich, kann aber die Qualität des Videos deutlich steigern. Um nicht immer auf Tageslicht angewiesen zu sein, habe ich mir ein recht günstiges 2er Set Studioleuchten* gekauft, das meine Produkte gleichmäßig ausleuchtet. Dies kann natürlich auch gut genutzt werden, wenn man selber vor der Kamera stehen möchte. Bei den Softboxen ist das Leuchtmaterial und die Stative bereits inklusive.

Mischpult

Ein Mischpult kann nicht nur das XLR Mikrofon mit der erforderlichen Phantomspannung versorgen, sondern auch den Pegel ohne Qualitätsverlust verstärken oder weitere Quellen einmischen. Ein Must-Have ist es jedoch nicht. Das meiste lässt sich auch im Nachhinein mit einer Schnittsoftware erledigen. Der eine oder andere Effekt kann allerdings hier und da recht nützlich sein. Da die Voreinstellungen, mehrere Audioquellen, USB Ausgang und das direkte Mithören der Aufnahme über Kopfhörer sehr komfortabel sind, habe ich mir das Behringer Q1002USB Xenyx USB/Audio Interface* zugelegt.

Schnittsoftware

Sämtliche Videos können natürlich mit einer Kamera und dem integrierten Mikrofon aufgenommen und unbearbeitet hochgeladen werden. Die Qualität ist dann eher mäßig und auf Effekte, Titel oder Einblendungen muss in dem Fall ebenfalls verzichtet werden. Daher ist der Einsatz einer Schnittsoftware ratsam. Nur so lassen sich Video- und Audiospur getrennt voneinander aufnehmen und später synchronisieren. Es muss dann auch nicht mehr auf ein Intro, Texteinblendungen, Übergangseffekte und eine nachbearbeitete Tonspur verzichtet werden. Je nach verwendetem Rechner gibt es verschiedene Alternativen.

Windows
  • Adobe Premiere Elements (ca. 80 EUR)

    Adobe ist ein echter Profi in Sachen Bildbearbeitung. Mit diesem Tool lassen sich Videos mit einer Auflösung von bis zu 4k erstellen, auch wenn diese für YouTube viel zu groß sein dürften. Ansonsten wird aber alles geboten, was für ein gutes Video erforderlich ist. Die Tonspur lässt sich separat bearbeiten und durch eine Feinabstimmung verbessern.

  • Camtasia Studio (ca. 300 EUR)

    Das Camtasia Studio gehört zu den aufwändigsten Schnittprogrammen und bietet auch gleich noch einen Video-Grabber, mit dem Lets Play’s aufgenommen werden können. Effekte, Filter usw. gibt es hier reichlich. Für den Einstieg dürfte dieses Programm aber deutlich zu teuer sein. Zumal es auch weitaus günstigere und kostenlose Alternativen gibt.

  • SONY Movie Studio Platinum Suite (ca. 38 EUR)

    Mit dem Movie Studio zeigt Sony, das es auch mit einem schmalen Geldbeutel viele Funktionen gibt. Hinter den großen und weitaus teureren Programmen, brauchen sich die Videoeffekte, 3D-Titeleffekte, mehr als 1000 Soundeffekte, Audiobearbeitung und Schnittoptionen nicht zu verstecken.

  • Lightworks (kostenlos)
    Was kostenlos ist, kann nicht so gut sein wie die kostenpflichtigen Kollegen? Hin und wieder mag das stimmen, aber definitiv nicht bei Lightworks. Schon Hollywodgrößen wie Pulp Fiction und diverse andere Blockbuster wurden mit diesem Tool nachbearbeitet. Leider ist es nur auf Englisch verfügbar.

Mac
  • iMovie (ca. 15 EUR)
    Für Mac Nutzer ist iMovie sicher die erste Wahl. Die App kostet nur knapp 15 EUR und bietet alles, was man von einer komfortablen Videobearbeitung erwartet.

  • Final Cut Pro (ca. 300 EUR)
    Nicht nur preislich ist Final Cut Pro ein ganz anderes Kaliber. Die Bearbeitungsmöglichkeiten sind noch ein ganzes Stück weitreichender als im kleinen Bruder iMovie. Für den Einstieg ist eine derart teure Software jedoch nicht erforderlich.

  • Adobe Premiere Elements (ca. 80 EUR)

    Adobe ist ein echter Profi in Sachen Bildbearbeitung. Mit diesem Tool lassen sich Videos mit einer Auflösung von bis zu 4k erstellen, auch wenn diese für YouTube viel zu groß sein dürften. Ansonsten wird aber alles geboten, was für ein gutes Video erforderlich ist. Die Tonspur lässt sich separat bearbeiten und durch eine Feinabstimmung verbessern.

  • Camtasia Studio (ca. 300 EUR)

    Das Camtasia Studio gehört zu den aufwändigsten Schnittprogrammen und bietet auch gleich noch einen Video-Grabber, mit dem Lets Play’s aufgenommen werden können. Effekte, Filter usw. gibt es hier reichlich. Für den Einstieg dürfte dieses Programm aber deutlich zu teuer sein. Zumal es auch weitaus günstigere und kostenlose Alternativen gibt.

  • Lightworks (kostenlos)
    Was kostenlos ist, kann nicht so gut sein wie die kostenpflichtigen Kollegen? Hin und wieder mag das stimmen, aber definitiv nicht bei Lightworks. Schon Hollywoodgrößen wie Pulp Fiction und diverse andere Blockbuster wurden mit diesem Tool nachbearbeitet. Leider ist es nur auf Englisch verfügbar.

iPhone/iPad
  • iMovie (ca. 5 EUR)
    Für iPhone und iPad Nutzer ist iMovie sicher die erste Wahl. Die App kostet nur knapp 5 EUR und bietet alles, was man von einer komfortablen Videobearbeitung erwartet.

  • Cute CUT (kostenlos)
    Cute CUT ist eine gute Alternative zu iMovie. In der Basisversion ist diese App kostenlos. Über einen In-App Kauf zu 5,99 EUR kann der Funktionsumfang noch erweitert werden. Wer seine Videos bearbeiten und auch mal darauf herummalen möchte, wird mit diesem Programm seine Freude haben.

Android
  • PowerDirector Videobearbeitung (kostenlos)
    Die meisten Apps zur Videobearbeitung im Play Store bieten lediglich eine einfache Bearbeitung von Videodateien. Mit einem echten Schnittprogramm haben sie nur wenig gemein. PowerDirector ist eine der wenigen Apps, in der sich auch Video- und Tonspuren schneiden und mischen lassen. Wer die Ausgabe der Videos in Full HD möchte, muss zuvor noch einen In-App Kauf tätigen. Immerhin lassen sich alle Funktionen zuvor gratis testen.

  • KineMaster – Video Editor (kostenlos)
    Auch in dieser App kann erst kostenlos getestet werden, bevor Geld ausgegeben wird. Ähnlich wie beim PowerDirector können auch hier separate Video- und Tonspuren angelegt, bearbeitet und mit Effekten versehen werden.

↑ Inhaltsverzeichnis

Einnahmequellen

Irgendwann möchte man aus seinem Engagement bei YouTube auch ein wenig Profit schlagen. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten.

Werbeeinnahmen durch Google AdSense

Der erste Schritt ist die Einbindung von AdSense Werbung. Bei YouTube läuft das allerdings ein wenig anders, als man es von den üblichen Bannern auf Webseiten gewohnt ist. Um mit AdSense zu starten, sind die folgenden Schritte erforderlich.

  1. In den YouTube Einstellungen wird Account Monetarisierung gewählt.
  2. Sofern noch nicht geschehen, wird nun Videos monetarisieren aktiviert.
  3. Um das AdSense Konto mit dem YouTube Account zu verknüpfen wird unten Richtlinien für Partner und dann Verknüpfe ein AdSense-Konto geklickt. Nach der Weiterleitung zu AdSense kann ein bestehender Account verknüpft oder ein neuer angelegt werden.
  4. Nach einem Klick auf Antrag senden müssen noch einige Tage verstreichen, bis die Annahme oder Ablehnung per Email ins Haus flattert.

Die Einnahmen bei einem Klick auf das Werbebanner (welches man unter keinen Umständen selber anklicken sollte) gehen zu 45% an Google und zu 55% an den Ersteller des Videos. Bei durchschnittlichen Einnahmen von $7,60 für 1000 Videoaufrufe, wie man auf tubefilter.com nachlesen kann, landen somit ca. $4,80 beim Accountbesitzer.

Direktwerbung

Für diese Art der Werbung muss der Channel schon eine gewisse Reichweite haben. Ansonsten wäre kein Werbetreibender bereit, Geld für ein Banner oder einen Link auszugeben. Ist das jedoch der Fall, können durchaus Shops angeschrieben werden, die passende Produkte vertreiben.

Produkt-Reviews (Affiliate Marketing)

Hier stecken meiner Meinung nach die größten Verdienstmöglichkeiten. Es gibt unzählige Produkte, die in einem kurzen Video vorgestellt werden können. Dazu braucht man sich nur einmal auf Amazon umzusehen oder die Liste der letzten Bestellungen aufrufen. Es ist bestimmt etwas dabei, zu dem man selber recherchiert hat und die gefundenen Informationen nicht sonderlich hilfreich fand. Konkrete Fragen, auf die man selber keine Antwort bekommen hat, können im eigenen Video beantwortet werden. Dank dem Widerrufsrecht können auch beliebige Produkte bestellt, getestet und dann wieder zurückgegeben werden. Das sollte jedoch nicht übertrieben werden. Irgendwann hat der Lieferant keine Lust mehr Ware zu schicken. Um an den Videos und den vorgestellten Produkten zu verdienen, wird in der Beschreibung einfach ein Affiliate Link hinterlassen. Entsprechende Partnerprogramme haben wir bereits in diesem Artikel aufgelistet. Der nächste Punkt schließt dann direkt an diesen an.

Geschenke

Befinden sich zahlreiche, gut gemachte Produkt-Reviews im Account, kommen Hersteller und Händler von sich aus und bieten ihre Produkte an. Ich habe schon diverse Reviews erstellt, bei denen es zum Produkt sogar noch ein wenig Geld gab. Das Produkt darf man in jedem Fall behalten. Oft wird aber eine Bedingung daran geknüpft, das man es für mindestens 6 Monate nicht verkaufen darf. Danach kann es dann zu Geld gemacht werden.

↑ Inhaltsverzeichnis

Foto: 4zevar – Fotolia.de

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