CN-160 LED Licht mit Netzteil betreiben (DIY)

Seit geraumer Zeit nutze ich nun schon mein Neewer CN-160 LED Licht*. Mit Akkus ist die Laufzeit jedoch sehr begrenzt und man braucht schon einige, um über den Tag zu kommen, selbst wenn man die großen NP-F970 nimmt. Also habe ich mir gedacht, dass es Zeit wird, ein Netzteil anzuschließen. Leider besitzt dieses Modell aber keinen entsprechenden Anschluss, sodass es ohne etwas Bastelei nicht geht. In diesem Artikel inkl. Video zeige ich euch 2 Möglichkeiten, wie man die 160 Leuchtdioden mit einem Netzteil speisen kann.

Das Recht starke LED Licht im kompakten Gehäuse ist nicht nur für unterwegs ideal. Mit den 160 Leuchtdioden, die im Tageslichtspektrum arbeiten, können Objekte ausgeleuchtet und über Gel Farbfolien Farbakzente gesetzt werden, die dem Video einen coolen und professionellen Look verleihen. Das Problem ist hier aber immer wieder der Akku. Wenn ich in meinem Heimstudio mit verschiedenen Settings herumspiele, dann passiert es immer wieder, dass der Akku leer ist, bevor es so richtig losgehen kann. Also habe ich mir Gedanken gemacht, wie ich zumindest im Studio komplett auf Akkus verzichten kann. Schließlich habe ich dieses LED Licht nunmal und für den Einstieg ist es wirklich perfekt. Mit einem Kaufpreis von rund 30 EUR ist es zudem auch eines der günstigsten Modelle.

Methode 1: Holzbatterien

Aber Schluss mit dem Gerede. Legen wir mit der ersten Möglichkeit los. Bei dieser muss am Gerät selber gar nichts verändert werden. Ich habe mir einfach 2 Batterien aus Holz gebaut. Dabei habe ich nicht wirklich auf ein ästhetisches Aussehen geachtet und habe eine Holzleiste auf die Größe einer AA Batterie gebracht. Davon benötigt man 2 Stück.

Im nächsten Schritt habe ich mir ein altes Netzteil gesucht, das eine Spannung zwischen 7,5 und 9 Volt liefert. Auf dem Dachboden lag eines mit einer Ausgangsspannung von 9 Volt, dem ich dann kurzerhand den Stecker abgeschnitten habe. Die Enden habe ich einfach auseinander gezogen und verdrillt. Wer hier etwas genauer arbeiten möchte, verzinnt sie noch. Es geht aber auch problemlos ohne.

Als nächstes habe ich je ein Loch in meine Holzbatterien gebohrt, damit sie nicht platzen, wenn eine Schraube eingeschraubt wird. In dieses Loch stecke ich dann das Ende meines verdrillten Drahts und schraube es fest. Bevor die Schraube fest angezogen wird, Wickel ich den Draht noch einige Male herum. Er sollte daher weit genug abisoliert werden. Das ganze wiederhole ich mit der zweiten Holzbatterie und markiere sie noch mit + und -. Die Leitung für das + ist die mit dem weißen Streifen.

Jetzt müssen die Batterien nur noch in das LED Licht eingesetzt werden. Das geschieht jeweils auf der linken und rechten Seite. Zum Testen stecke ich nun das Netzteil ein und schalte das Licht an. Et voila, wir haben unser CN-160 mit Netzstrom versorgt.

Methode 2: DC Buchse für Netzteilstecker

Da Methode 1 doch etwas rudimentär ist und ich lieber einen normalen Anschluss hätte, habe ich mir ein günstiges Set DC Buchsen* gekauft. Um dieses zu verbauen, muss das Gerät zunächst mit den 4 Schrauben auf der Rückseite geöffnet werden.

Im LED Panel sitzen weitere 4 Schrauben, die ebenfalls entfernt werden müssen und durch die die LEDs im Gehäuse gehalten werden. Ist das erledigt, liegt die Platine frei, die durch 2 Schrauben gehalten wird. Diese schraube ich aus und schiebe die Platine vorsichtig beiseite.

Für den Anschluss nutze ich hier die beiden Pins der AA Batterien, die ich auch bei der ersten Methode genutzt habe. Die Buchse kann auf der Rückseite oder an der Seite angebracht werden. Ich habe mich hier für die Seite entschieden, damit die Pins nicht auf die Platine drücken und womöglich einen Kurzschluss verursachen.

Bevor ich meinen Bohrer in die Hand nehme, schneide ich mir Kabel in der richtigen Länge zurecht und heize meinen Lötkolben auf. Nachdem die Kabel abisoliert wurden verdrille und verzinne ich sie. Jetzt kann ich mir einen passenden Eisenbohrer zu meiner Buchse suchen und ein Loch in die Seitenwand bohren. Nachdem die Buchse eingesetzt und fest verschraubt wurde, verzinne ich die Pins kurz und löte das Kabel an. Das andere Ende wird an die Anschlüsse der AA Batterien gelötet.

Jetzt wird die Abdeckung wieder aufgeschraubt und der Umbau ist fertig. Da ich erst Methode 1 gewählt habe, muss natürlich mein Stecker wieder zurück ans Netzteil. Wer dies nicht abgeschnitten hat, kann diesen Schritt natürlich überspringen.

Abschließend ist noch ein kleiner Test fällig. Das Netzteil kommt wieder in die Steckerleiste und der Anschluss in die DC Buchse. Drehe ich nun am Rad, strahlt mir auch hier ein kräftiges Tageslicht entgegen. Am Ende habe ich statt meines zerschnittenen Netzteils doch lieber ein neues Universal-Netzteil* benutzt, das ich auf 9 Volt eingestellt habe.

Ich hoffe euch hat meine kleine Bastelanleitung gefallen. Die Bebilderung im Artikel dürfte vermutlich nicht ausreichend sein. Ihr solltet euch das Video dazu anschauen, um jeden einzelnen Schritt zu sehen.

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