Die Usability eines Blogs – Guter Content braucht auch die richtige Verpackung

Das der Content, also der Inhalt eines Blogs, besonders wichtig ist, steht sicher außer Frage. Aber wie in den Regalen eines Geschäfts ist auch hier die Verpackung sehr wichtig. Gute Artikel müssen auch gefunden und leicht konsumiert werden können. Mit diesem Thema beschäftigt sich der Webmaster Friday in dieser Woche.

Mit der Verpackung ist hier nicht unbedingt die Optik gemeint, auch wenn diese ebenfalls leserfreundlich sein sollte. Aber das ist ein anderes Thema. Vielmehr geht es darum, das die Bedienung eines Blogs einfach und nutzerorientiert sein muss. Schwerpunkt ist also die Technik des Blogs, die in erster Linie für Bedienung und Navigation verantwortlich ist.

Welche Punkte kennzeichnen also einen guten Blog?

  • Gute Lesbarkeit der Texte
  • Wenn der Text nicht gut gelesen werden kann, dann kann er noch so gut sein, der Besucher wird ihn kaum zuende lesen. Für mich ist hier sowohl die Schriftgröße, Schriftart, Zeilenabstände und Auflockerung gemeint. Die Schrift sollte natürlich angemessen groß sein, sodass man sie ohne Lupe entziffern kann. Je nach Schriftart setze ich Punktgrößen von 10 bis 12 ein. Auch den Zeilenabstand erhöhe ich etwas, damit sie leichter überflogen werden können. Als besonders wichtig erachte ich Auflockerungen im Text. Das können sowohl Zwischenüberschriften als auch Bilder sein. Besonders die Bilder regen immer wieder zum Hinsehen an.

  • Einbindung von Sozialen Netzwerken
  • Einen guten Artikel möchte man gerne mal weiterempfehlen. Dafür haben sich die sozialen Dienste wie Facebook und Twitter mittlerweile etabliert. Es sollte also auch im Interesse des Blogbetreibers eine gut sichtbare Funktion vorhanden sein, mit dem man einen Artikel schnell teilen oder twittern kann.

  • Rechtliche Informationen
  • Ein ganz wichtiger Punkt. Diese Informationen, zu denen in erster Linie das Impressum gehört, ist nicht nur wichtig, um Abmahnungen vorzubeugen, sondern auch um dem Leser mitzuteilen, wer hier schreibt und welche datenrechtlichen Konsequenzen sein Besuch im Blog haben. Dafür gibt es mittlerweile gute und rechtlich abgesicherte Formulierungen. Empfehlenswert ist hier ein Besuch auf wbs-law.de.

  • Kommunikation über Kommentare
  • Ein Besucher möchte sich auch zu einem Artikel äußern können, oder auch einfach nur seinen Link hinterlassen. Hier sollte man aber schon ein wenig aussortieren. Nicht jeder Kommentar ist es auch wert, veröffentlicht zu werden. Das hat nichts mit Zensur zu tun. Es gibt aber so viele automatische Spamkommentare, das sie eine echte Kommunikation unmöglich machen können. Hier setze ich sehr erfolgreich das WordPress Plugin Antispam-Bee ein. Es kommt nur alle paar Tage mal ein Spamkommentar durch, denn ich dann noch manuell aussortiere.

  • Interne Verlinkungen
  • Diese dienen natürlich dazu, den Leser auf seinem Blog zu halten. Aber auch für den Besucher, der sich wirklich für ein Thema interessiert, ist es so deutlich leichter, weitere Informationen zum gleichen Inhalt zu bekommen. Hier setze ich das Plugin Related Posts ein, das meinen Zwecken vollauf genügt.

  • Suchfunktionen im eigenen Blog
  • Zwar bringen die gängigen Blogsysteme alle schon eine hauseigene Suchfunktion mit, allerdings kann man es hier den Nutzern noch ein bisschen angenehmer machen. Mit dem Plugin Search Meter, das ich einsetze, werden Suchanfragen gespeichert und zum Beispiel in der Sidebar aufgelistet. So sieht man sofort, was andere schon vor mir gesucht haben und findet durchaus Suchbegriffe, auf die man vorher gar nicht gekommen ist.

Es gibt sicher noch viele weitere Funktionen und Plugins, die den Besuchern das Konsumieren des Blogs erleichtern können. Aber man sollte hier ruhig ein wenig probieren, da nicht alles, was in Blog A gut ist, auch gut in Blog B ankommt.

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